Abgeordnete aus Bundestag und Landtag zu Gast beim P-Netz Nord Heilbronn

Abgeordnete aus Bundestag und Landtag zu Gast beim P-Netz Nord Heilbronn

Der Heilbronner Standort der "Kommunalen Präventionsnetzwerke gegen Kinderarmut in Baden-Württemberg", das P-Netz Nord, hat Mitglieder des Bundestags und des Landtags empfangen. Über den Besuch der Bundestagsabgeordneten Jessica Tatti wurde in der Zeitung Heilbronner Stimme berichtet. Den Artikel finden Sie hier.

 

Außerdem besuchten die Mitglieder des Landtags Isabell Huber und Dr. Michael Preusch das "Kommunale Präventionsnetzwerk gegen Kinderarmut". Die Koordinatorin des Netzwerks Tina Wenk berichtet:

"Frau Isabell Huber (MdL) und Herr Dr. Michael Preusch (MdL) zu Gast im Quartierszentrum Nordstadt-Mehrgenerationenhaus

Gemeinsam informierten sich Isabell Huber und Dr. Michael Preusch bei Tina Wenk, Projektleitung, Karl-Friedrich Bretz, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Heilbronn und Karen Thanhäuser, Abteilungsleitung der Offenen Senioren- und Stadtteilarbeit der Diakonie, über das P-Netz Nord, ein „Kommunales Präventionsnetzwerk gegen Kinderarmut“. Das P-Netz Nord wird seit Dezember 2020 durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg im Rahmen der „Kommunalen Präventionsnetzwerke gegen Kinderarmut in Baden-Württemberg“ finanziell gefördert. 

Herr Bretz berichtete zunächst über die Entstehung des Mehrgenerationenhauses in der Nordstadt und die Entwicklung zum Quartierszentrum. Frau Wenk stellte als verantwortliche Mitarbeiterin im P-Netz die bisherige Arbeit und die verschiedenen Angebote des P-Netz Nord vor. Sie gab einen Ausblick auf die Arbeitsschwerpunkte in den kommenden zwei Jahren: psychische und physische Gesundheit von Kindern sowie der Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule mit unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren neu zu gestalten.

Tina Wenk, neben Andrea Barth eine der beiden Projektleiterinnen, berichtete ferner über die Vielfalt der Netzwerkarbeit. „Die Akteur:innen der Nordstadt gilt es nicht nur in die Angebotsgestaltung mit einzubeziehen, sondern auch untereinander zu vernetzen“, so dass u.a. Übergänge von der Kita in die Schule besser gelingen. Einer der Bausteine zu diesem Thema wurde näher beleuchtet und die „Aktionswoche für Vorschulkinder“ vorgestellt. In der Aktionswoche haben Vorschulkinder der verschiedenen Kindertageseinrichtungen in der Nordstadt die Möglichkeit in der Woche vor Schulbeginn künftige Klassenkameradinnen und Klassenkameraden, die Schule, Lehrerinnen und Lehrer, Schulsozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sowie ihr Wohnumfeld näher kennenzulernen. Die Woche bietet ein buntes Programm, bereitet den Kindern Spaß und macht Mut auf den Neubeginn in der Schule.

Die Mittagessenkisten, bei denen einmal im Monat passend zu einem Rezept Lebensmittel an mehr als 30 Familien verteilt werden, fanden ebenfalls reges Interesse bei Frau Huber und Herrn Dr. Preusch. Frau Wenk berichtete über die Erfahrungen und Bedarfe der Familien und auch, dass die Tüten für jede und jeden gedacht sind, ganz gleich ob für die alleinerziehende Mutter, die Familie, die den Einkauf heute nicht schafft, oder die Familie, die kein Geld für Lebensmittel hat. Lediglich ein kurzer Anruf reicht aus, damit Tina Wenk weiß, für wie viele Familien eingekauft werden muss. Von einigen Familien wird dieses Angebot regelmäßig wahrgenommen, von anderen nur gelegentlich. Für manche ist es der Anker zum Quartierszentrum und sie besuchen im Anschluss Beratungs- und Gruppenangebote. Ein wichtiger Baustein für die präventive Arbeit des Quartierszentrums in der Nordstadt ist die 1:1 Förderung, die von über 30 freiwilligen Lernhelferinnen und Lernhelfern für über 80 Kinder aus der Nordstadt innerhalb des Projekts „Zukunft schenken“ erbracht wird. Auch über dieses besondere Angebot wurde ausführlich in dem beinahe zweistündigen Gespräch berichtet.

„Jedes Kind verdient die besten Rahmenbedingungen, unabhängig seiner Herkunft. Hier im Quartierzentrum Nordstadt wird bereits bei den Kleinsten angesetzt. Durch diese vielfältigen Angebote, die vom Land finanziell unterstützt werden, wird die Chancengleichheit der Kinder gefördert,“ sind sich die Landtagsabgeordneten Isabell Huber und Dr. Michael Preusch einig und danken für das Besuchsangebot des P-Netz Nord. Am Ende eines empathischen und interessierten Gesprächs waren viele weitere Aspekte wie der Fachkräftemangel oder Ressourcen- und Finanzierungsfragen in das Gespräch mit eingeflossen."

Ein Foto vom Besuch der Landtagsabgeordneten Isabell Huber und Dr. Michael Preusch