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Kurzbericht vom 3. Fachtag Präventionsketten gegen Kinderarmut in Hessen am 10. Mai

Ortenaukreis stellt sich als gelungenes Beispiel für ein Präventionsnetzwerk gegen Kinderarmut in Baden-Württemberg vor

Auch das Bundesland Hessen plant mit dem Konzept der Präventionsketten gegen Kinderarmut – am 9. Juni 2022 fällt der Startschuss für ein entsprechendes Landesprogramm mit einer Auftaktveranstaltung in Frankfurt am Main.

Im Vorfeld haben die Diakonie Hessen, die Hessen-Caritas sowie das Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V. drei Fachtage durchgeführt. Beim dritten Fachtag am 10. Mai 2022 ging es zum einen darum, inwieweit und mit welchen Besonderheiten das Konzept der Präventionsketten bereits in einzelnen Bundesländern umgesetzt wird. Als Beispiel für eine gelungene Umsetzung in Baden-Württemberg haben Angela Schickler, Sachgebietsleiterin Kommunale Präventionsstrategie, und Ullrich Böttinger, Leiter des Amts für Soziale und Psychologische Dienste am Landratsamt Ortenaukreis, die Präventionskette gegen Kinderarmut und für Kindergesundheit im Ortenaukreis vorgestellt.

Zunächst wurden die vorhandenen Strukturen des Projekts „Gegen Kinderarmut und für Kindergesundheit“ im Ortenaukreis gezeigt. Es wurde hier ein neues Sachgebiet „Kommunale Präventionsstrategie“ eingerichtet, dass Teile der Frühen Hilfen im Ortenaukreis, das Präventionsnetzwerk Ortenaukreis mit der Prävention und Gesundheitsförderung der Kinder bis zum 10. Lebensjahr sowie Teile des Öffentlichen Gesundheitsdienstes umfasst. Außerdem fallen die Bereiche Gesund aufwachsen und Gesund leben sowie der Schwerpunkt der Prävention und Gesundheitsförderung für vulnerable Zielgruppen in den Aufgabenbereich dieses Sachgebiets.

Der Ortenaukreis hat inzwischen eine dritte Förderung für das Präventionsnetzwerk „Gegen Kinderarmut und für Kindergesundheit“ vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg erhalten. Inhaltliches Ziel ist die Schaffung von mehr gesundheitlicher Chancengleichheit von Armut betroffener Kinder und Jugendlicher sowie ihrer Familien im Ortenaukreis. Strategisches Ziel ist die Vernetzung des Gesundheits-, Kinder- und Jugendhilfe- und des Bildungs- und Sozialsystems sowie die Sensibilisierung der Öffentlichkeit zum Thema Armut. An allen drei Projektstandorten im Landkreis (Offenburg, Lahr und Kehl) wurden Netzwerke auf- und ausgebaut. Es wurden Arbeitshilfen gestaltet, wie zum Beispiel die Handreichung „Armut – kein Thema für alle“ (Mayer 2021). Auch eine Fortbildung für Fach- und Lehrkräfte aus Kitas und Schulen zum Thema „Dabei sein – auch mit wenig Geld, Armutssensibles Handeln – Aufwachsen in Wohlergehen“ wurde entwickelt, die im gesamten Ortenaukreis angeboten wird. Der Schwerpunkt der dritten Förderung liegt auf dem Ausbau der Präventionskette für das Jugendalter. So werden nun partizipative Angebote für Akteurinnen und Akteure, die mit Jugendlichen zusammenarbeiten, entwickelt sowie auch Angebote für die Jugendlichen selbst.

> Mehr Informationen zum Präventionsnetzwerk im Ortenaukreis