Familien stärken
Projektträger: Landratsamt Esslingen, Kreisjugendamt
Standort: Landkreis Esslingen
Zeitraum der Förderung mit Landesmitteln: 2021-2027
Ansprechperson: Corinna Bauer (bauer.corinna(at)lra-es.de)
Das sind unsere Ziele
Das Präventionsnetzwerk „Familien stärken“ verfolgt das Ziel, Kinderarmut im Landkreis Esslingen nachhaltig zu bekämpfen und Chancengleichheit für alle Kinder und Jugendlichen im Alter von 0 bis 18 Jahren zu fördern. In der aktuellen Förderperiode liegt der Fokus auf Kindern bis zum zehnten Lebensjahr und ihren Familien.
Zentrale Zielsetzungen sind:
- Allen Kindern einen erfolgreichen Bildungsprozess zu ermöglichen – insbesondere beim Übergang vom Kindergarten zur Grundschule und darüber hinaus
- Die Lebensbedingungen von Kindern und ihren Familien durch niedrigschwellige Maßnahmen nachhaltig zu verbessern
- Die kommunale Verantwortung zu stärken und relevante Akteure zu vernetzen
- Bestehende Unterstützungsangebote sichtbar zu machen und weiterzuentwickeln
- Lücken in der Angebotsvielfalt zu erkennen und neue Maßnahmen unter partizipativer Bedarfsanalyse zu schaffen
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Bereitstellung einer digitalen Netzwerkkarte, die Angebote für die Altersgruppe 0–18 Jahre im gesamten Landkreis strukturiert darstellt. Ziel ist es, Familien den Zugang zu Unterstützungsleistungen zu erleichtern und engagierten Akteuren Vernetzungsmöglichkeiten zu bieten.
Darauf liegt unser Fokus
Das Netzwerk „Familien stärken“ konzentriert sich auf folgende Handlungsfelder:
- Stärkung von Kooperationen und Vernetzungen zwischen Institutionen, Organisationen und Kommunen zur effektiven Nutzung von Synergien
- Förderung und Unterstützung von Projekten
- Identifikation von Angebotslücken und partizipative Entwicklung neuer Maßnahmen
- Sichtbarkeit und Visualisierung vorhandener Angebote durch eine digitale Netzwerkkarte
- Eine interaktive Kommunikation mit Netzwerkpartnern wird angestrebt und soll perspektivisch durch die Einbindung der digitalen Netzwerkkarte auf einer Website mittels StoryMap ermöglicht werden.
- Unterstützung und Qualifizierung von Fachkräften im Umgang mit armutsrelevanten Themen. Angebot einer kontinuierliche Impulsreihe zur armutssensiblen Fachpraxis.
Das sind wichtige Merkmale unseres Präventionsnetzwerks
- Das Netzwerk zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:
- Enge Kooperation innerhalb der Landkreisverwaltung, u. a. mit Sozialhilfeplanung, Frühen Hilfen, Gesundheitsamt, Kindertagesbetreuung, Sozialen Diensten und weiteren Fachbereichen
- Verankerung in der kommunalen integrierten Sozialplanung – Kinderarmut wird als Querschnittsthema in bestehende Gremien und Strukturen eingebracht
- Zusammenarbeit mit freien Trägern, Bildungsstätten, Vereinen, Kirchen, Beratungsstellen und weiteren engagierten Akteuren
- Förderung von Kleinprojekten und Familienfesten zur Stärkung lokaler Initiativen
- Austausch mit anderen Landkreisen im Rahmen des Landesprojekts „Präventionsnetzwerke gegen Kinderarmut“
- Nutzung digitaler Tools zur Orientierung und Sichtbarmachung von Angeboten
- Fokus auf Kinder mit Migrationsgeschichte, Alleinerziehende, langzeitarbeitslose Eltern und kinderreiche Familien
Das sind unsere Rahmenbedingungen vor Ort
- Eine 50%-Projektstelle für die Koordination und Umsetzung des Netzwerks
- Förderung durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg
- Breites Netzwerk aus Sozialdiensten, Kommunen, freien Trägern, Bildungsstätten, Vereinen und weiteren Partnern
- Finanzielle Mittel für Anschubfinanzierung von Projekten und Veranstaltungen
- Fördermittel für Kleinprojekte und Familienfeste im Zeitraum September 2025 bis September 2027 mit Fokus auf besonders betroffene Zielgruppen (z. B. Kinder mit Migrationsgeschichte, Alleinerziehende, langzeitarbeitslose Eltern, kinderreiche Familien)
Da stehen wir heute
- Präventionsketten sind in vielen Bereichen etabliert und werden weiter ausgebaut
- Die digitale Netzwerkkarte ist als Orientierungshilfe verfügbar. Die digitale Plattform zur Visualisierung der Präventionskette wird weiterentwickelt und die interaktive Einbindung als StoryMap wird angestrebt.
- Fachkräfte erhalten regelmäßige Online-Impulse und Fortbildungsangebote
- Erste Kleinprojekte und Familienfeste wurden erfolgreich umgesetzt
- Das Netzwerk ist sichtbar, aktiv und wächst kontinuierlich
- Die Netzwerkkonferenz zur dritten Projektphase ist für das Frühjahr 2026 in Planung
Da wollen wir in drei Jahren stehen
- Präventionsketten sind dauerhaft verankert und flächendeckend etabliert
- Die digitale Infrastruktur und Vernetzungsplattform sind ausgebaut und Fachkräfte effektiv
- Die WEB-GIS-Plattform ist funktional, aktuell und niedrigschwellig nutzbar
- Fortbildungs- und Vernetzungsangebote für Fachkräfte sind dauerhaft etabliert
- Die Verstetigung des Projekts ist gesichert und die Armutsprävention strukturell verankert