Netzwerk Armutsprävention - Wegweiser zu Bildungs- und Teilhabechancen
Projektträger: Stadt Baden-Baden
Standort: Baden-Baden
Zeitraum der Förderung mit Landesmitteln: 2023-2027
Ansprechperson: Milena Kirwald (Milena.Kirwald(at)baden-baden.de)
Das sind unsere Ziele
Zielsetzung ist es, eine kommunale institutionenübergreifende Gesamtstrategie zu entwickeln, keine doppelten Strukturen zu bilden, sondern gemeinsam zielorientiert gegen Armut der Kinder und Jugendlichen vorzugehen, Lücken im Bereich der Bildung und Teilhabe finden und diese beseitigen. Wir möchten uns gemeinsam für die Schaffung gleicher Bildungs- und Teilhabechancen aller Kinder einsetzen.
Darauf liegt unser Fokus
Überleitungsmanagement
- Erstellung der Präventionskette
- Elternbefragung für Durchführung der Bedürfnisanalyse
- verstärkte Verbindung der Schnittstellen
Niedrigschwelliger Zugang zur Angebotsstruktur
- niedrigschwellige Angebotsentwicklung
- Tool zur Angebotsübersicht für Familien - Kompass für alle
Sensibilisierung
- Armutssensibilität – institutionenübergreifende Fortbildung für Fachkräfte im Kontakt mit Kindern, Jugendlichen und Eltern
Das sind wichtige Merkmale unseres Präventionsnetzwerks
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit
- Aufklärung und Bildung
- Nachhaltigkeit und Langfristigkeit
- Evidenzbasierte Methoden (Best Practice)
Das sind unsere Rahmenbedingungen vor Ort
Ziele und Zielgruppen
- Klar definierte Ziele
- Identifizierung der Zielgruppen
Koordination
- Zentrale Koordinationsstelle: Eine zentrale Stelle, die die Aktivitäten koordiniert, den Informationsfluss sicherstellt und als Anlaufstelle für alle Beteiligten dient
Partizipation und Vernetzung
- Einbeziehung aller relevanten Akteurinnen und Akteure: die Beteiligung von Bildungseinrichtungen, Gesundheitsdiensten, sozialen Diensten, freien Trägern, Vereinen und anderen relevanten Institutionen.
- Förderung von Kooperationen: regelmäßiger Austausch und Zusammenarbeit zwischen den Akteurinnen und Akteuren, um Synergien zu nutzen und Doppelarbeit zu vermeiden
Finanzierung
- Ausreichende finanzielle Mittel: Sicherstellung der notwendigen finanziellen Ressourcen für die Planung, Umsetzung und Evaluation der Maßnahmen
Qualitätssicherung und Evaluation
- Standards und Leitlinien: Entwicklung und Einhaltung von Qualitätsstandards und Leitlinien für Präventionsprogramme
- Kontinuierliche Evaluation: Regelmäßige Bewertung der Effektivität und Effizienz der Maßnahmen, um Verbesserungen zu identifizieren und umzusetzen
Rechtliche und ethische Rahmenbedingungen
- Gesetzliche Vorgaben: Datenschutz, die Datensicherheit und die Rechte der Zielgruppen betreffen
- Ethische Prinzipien: Freiwilligkeit, Transparenz und Partizipation
Informations- und Kommunikationsstrategien
- Transparente Kommunikation: Offenheit und Klarheit in der Kommunikation zwischen den beteiligten Akteuren.
- Aufklärungs- und Informationskampagnen: Strategien zur Sensibilisierung und Aufklärung der Bevölkerung über Präventionsthemen
Da stehen wir heute
Wir befinden uns in der Aufbauphase des Netzwerks.
Am 15. Mai 2024 fand eine Auftaktveranstaltung vom Präventionsnetzwerk gegen Kinderarmut statt. Über 70 Fachkräfte nahmen daran teil. Aufgrund der Umfrage und ca. 40 Austauschgesprächen sowie der Zusammenarbeit mit der FamilienForschung wurden erste Handlungsstränge entwickelt.
AG 1 „Präventionskette“ bearbeitet aktuell die Bestands- und Bedürfnisanalyse. Wir möchten die Lücken in der Angebotslandschaft finden und sie schließen. Die Eltern werden zum Thema Bildungs- und Teilhabemöglichkeiten für eigene Kindern im Alter von 0 bis 7 ihre Impulse geben.
Die BuT-Aktion zur Aufklärung der finanziellen Unterstützungen für Familien startet aktuell. Neue BuT Flyer wurden in 9 Sprachen übersetzt und in Leichter Sprache verfasst. Die Flyer und Poster werden postalisch und digital an verschiedene Fachstellen verschickt, damit alle Eltern über das Angebot informiert werden. Wir möchten alle Informationskanäle nutzen. Wir starteten einen Förderaufruf für Kleinprojekte. Damit erreichten wir 11 Angebote. Im Sommer werden einige Angebote/Aktionen für Familien und Kinder finanziert, u.a. Give aways Tüten für Kinder in den Sommerferien, ein Frühstückangebot für Getrennt- und Alleinerziehende, Magier beim Kinderfest in der Kampagne gegen Armut.
Es werden einige Ideen der Freizeitgestaltung für Familien und Jugendliche weiterentwickelt.
Da wollen wir in 3 Jahren stehen
In drei Jahren sollte das Präventionsnetzwerk gegen Kinderarmut erreichbare Ziele verfolgen. Hier sind einige wesentliche Bereiche, in denen Fortschritte gemacht werden sollten:
- Erweiterung des Netzwerks
- Verbesserung der Schnittstellen und Übergänge Kitas – Schulen, erweiterten Schulen – Berufseinstieg
- Verbesserung der Programme und Initiativen
- Stärkere politische Einflussnahme
- Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung
- Evaluation