#ZukunftKinder – Präventionsnetzwerk gegen Kinderarmut im Landkreis Schwäbisch Hall
Projektträger: Gesundheitsamt Schwäbisch Hall
Standort: Landkreis Schwäbisch Hall
Zeitraum der Förderung mit Landesmitteln: 2022-2026
Ansprechpersonen:
Victoria Lenders und Vanessa Rodemich (gesundheitsfoerderung(at)LRASHA.de)
Das sind unsere Ziele
Wir wollen ein gesundes Aufwachsen für alle Kinder im Alter von 0 bis 10 Jahren im gesamten Landkreis ermöglichen. Dafür werden wir gemeinsam mit einer Netzwerkgruppe eine Präventionskette aufbauen. Diese Präventionskette soll Angebote im Bereich Bewegung, Ernährung, Zahngesundheit, aber auch Freizeitaktivitäten im Landkreis Schwäbisch Hall in einer Infrastruktur zusammenfassen. Alle Akteurinnen und Akteure der Netzwerkgruppe arbeiten gemeinsam an der Weiterentwicklung der Infrastruktur, indem Doppelungen abgebaut und mögliche Lücken behoben werden. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Förderung der gesundheitlichen Chancengleichheit.
Darauf liegt unser Fokus
Wir wollen vor allem Kinder und deren Familien erreichen, die ein besonders hohes Armutsrisiko haben. Dazu zählen insbesondere Alleinerziehende, Familien mit Migrationshintergrund, Familien mit Sozialleistungsbezug und Familien mit geringem Einkommen. Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in den Lebenswelten der Zielgruppen, wie Familientreffs, Kindertagesstätten, Kindertagespflege sowie den Grundschulen, sind für die Belange rund um das Thema Kinderarmut informiert und fungieren auch als Lotsen. Gleichzeitig soll auch die Öffentlichkeit im Landkreis sensibilisiert werden.
Das sind wichtige Merkmale unseres Präventionsnetzwerks
Die interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Netzwerkgruppe über den gesamten Landkreis ist für uns wesentlich. Die Infrastruktur bündelt Angebote im gesamten Landkreis, so dass auch die Regionen um die großen Kreisstädte erreicht werden.
Das sind unsere Rahmenbedingungen vor Ort
Als viertgrößter Flächenlandkreis in Baden-Württemberg ist das Thema Mobilität ein wichtiger Faktor für die Erreichbarkeit von präventiven Angeboten für Kinder. Eine wesentliche Anzahl von Familien der definierten Zielgruppen mit einem Bezug von Mindestsicherungsleistungen gibt es insbesondere in den Städten des Landkreises. Gleichzeitig muss eine Familie nicht zwingend Leistungen der sozialen Sicherung beziehen und ist dennoch armutsgefährdet bzw. von Armut betroffen. Aufgrund unvollständiger, kleinräumiger Daten zur Einkommensverteilung konzentrieren wir uns darauf, das Präventionsnetzwerk für den gesamten Landkreis aufzubauen.
Da stehen wir heute
Im Fachbereich Gesundheitsförderung des Gesundheitsamtes wurde eine Koordinationsstelle eingerichtet. Der Netzwerkgruppenaufbau startet mit einer Auftaktveranstaltung. Mit der Analyse der Angebote im Landkreis für die einzelnen Bereiche wurde begonnen. Ergänzend wird aktuell eine Befragung zu den Bedarfen und Bedürfnissen der Zielgruppen vorbereitet.
Da wollen wir in 3 Jahren stehen
Die finale Präventionskette mit flächendeckenden, weitgehend kostenfreien Angeboten und Unterstützungsmöglichkeiten für den gesamten Landkreis wurde veröffentlicht und hat einen großen Bekanntheitsgrad. Die Zusammenarbeit in der Netzwerkgruppe ist für alle Beteiligten sinnstiftend und nachhaltig. Außerdem wünschen wir uns eine Entstigmatisierung rund um das Thema Kinderarmut im Landkreis.