Pforzheimer Präventionsnetzwerk Kinderarmut
Projektträger: Stadt Pforzheim, Jugend- und Sozialamt, Jugendhilfeplanung
Standort: Stadt Pforzheim, Stadtgebiete Nord, Ost, West und Innenstadt sowie der Stadtteil Au
Zeitraum der Förderung mit Landesmitteln: 2017-2018; 2020-2025
Ansprechpersonen:
Jasmin Jonietz (jasmin.jonietz(at)pforzheim.de)
Juliane Wagner (juliane.wagner(at)pforzheim.de)
Das sind unsere Ziele
- Begleitende Übergänge zwischen Früher Bildung und Grundschule ausbauen
- Sensibilisierung der pädagogischen Fach- und Lehrkräfte, Ämter sowie der Öffentlichkeit für das Thema Kinderarmut
- Armutssensible Kommunikationsstrategie entwickeln
- Kinderarmut als eigenständige Problemlage in Abhängigkeit zur Familienarmut verstehen
- Selbstreflexion, Motivation und Transfer zur eigenen Arbeit als nachhaltige armutspräventive Strategie
- Vernetzung/Kooperationen von Vereinen, Trägern und Familienzentren
- Chancengleichheit durch verstärkte Vernetzung kostenloser Pforzheimer Angebote stärken
- Thema Gesundheit durch Online-Formate und Kooperationen weiterverfolgen
- Flächendeckende Durchführung vom Lernförder-
programmen für Grundschüler ‚Stadtfüchse‘ - Kontinuierliche Aktualisierung der Bestands- und Bedarfsanalyse
- Visualisierung der Präventionskette
- Weitere nicht stigmatisierende Angebote sollen geschaffen werden.
Darauf liegt unser Fokus
- Pforzheimer Familienzentren als ‚Orte der Bildung‘ präsenter machen und stärken
- Lernförderprogramm ‚Stadtfüchse‘ in Grundschulen etablieren
- Städtisch finanzierte ‚Brücken-Spielgruppen‘ als Ausgangspunkt für weitere Unterstützungsangebote nutzen
- Verstärkter ganzheitlicher Ansatz der Familie: Elternbildungsreihe zu alltagsrelevanten Fragen
- Planung und Durchführung von Sensibilisierungs-Workshops: Wie kann ich Gelerntes über Kinderarmut auf meine Arbeit transferieren?
- Praxisbezogene Checkliste ‚Armutssensibilität‘ als weiteres Reflexionswerkzeug erstellen
- Erweiterung des Präventionsnetzwerks in Qualität und Quantität
Das sind wichtige Merkmale unseres Präventionsnetzwerks
Die Effektivität des Präventionsnetzwerks ist im hohen Maß von Kooperationen und Engagement der Netzwerkpartnerinnen und Netzwerkpartner abhängig. Sie leisten wertvolle Arbeit, die besonders in Verbindung miteinander eine breite Palette an Unterstützungsangebote für Kinder und Jugendliche bieten. Diese reichen von Frühen Hilfen bis hin zu partizipativen Jugendangeboten.
Das sind unsere Rahmenbedingungen vor Ort
Seit Jahren liegt Pforzheim mit einer SGB II-Quote der unter 15-Jährigen von rund 20 Prozent doppelt so hoch wie im Durchschnitt des Landes Baden-Württemberg. Die Stadtgebiete Ost-, West und Innenstadt sowie der Stadtteil Au liegen bei dieser Kinderarmutsquote sogar zwischen 35 und 40 Prozent und sind im besonderen Maß von Kinderarmut geprägt.
Da stehen wir heute
„Mit ‚BianKa‘ knüpfen wir an die Erfahrungen aus den letzten Jahren an und haben die Möglichkeit Bewährtes weiterzuführen und Neues auszuprobieren. Ich halte es für eine ganz vordringliche Aufgabe der Stadt das Thema Kinderarmut immer wieder ins Bewusstsein zu rufen, die vielen bereits vorhandenen Ansätze zahlreicher Pforzheimer Akteure zu verknüpfen und mit konkreten präventiven Maßnahmen zu versuchen der Kinderarmut und ihren negativen Folgen für Kinder und Jugendliche, aber auch für die Gesellschaft als Ganzes, entgegenzuwirken.“
Sozialbürgermeister Frank Fillbrunn
Da wollen wir in 3 Jahren stehen
- Vereine sind stärker in das Präventionsnetzwerk eingebunden und u.a. an die städtischen ‚Brücken-Gruppen‘ gegliedert. Eine Familienbildungsreihe bindet Eltern in die Perspektive auf Kinderarmut ein.
- Familienzentren werden durch Kooperationen und Vernetzung gestärkt.
- ‚Stadtfüchse‘ hat sich als jährliche außerschulische Förderung für Grundschüler in 3-4 Familienzentren etabliert und es wird eigenständig aus Bildungs- und Teilhabegeldern für Lernförderung geschöpft.
- Institutionen nehmen an speziell entwickelten Sensibilisierungs-Workshops teil und leiten für sich armutssensible Handlungsstrategien ab.
- BianKa treibt die Öffentlichkeitsarbeit für das Thema Kinderarmut weiter voran.
- Weitere nicht stigmatisierende Angebote sollen geschaffen werden.